Jubiläumsturnier in Mannheim

Turniereindrücke von Bernd Schmidt

Zum 15 jährigen Jubiläum des Rhein-Neckar Cups lud Rainer Witt die Backgammonspieler- und Spielerinnen am vergangenen Wochenende nach Mannheim ein. Bei seiner Begrüßung am Samstag zum Einzelturnier ließ Rainer nochmals kurz die vergangenen Jahre Revue passieren. 2003 starteten wir in der Gaststätte „Maxims“ im Stadtteil Neckarstadt, damals noch mit Mitorganisator Marcus Faltermann. So wie noch heute, immer am letzten Samstag im Monat. Nach 4 Jahren der Umzug in die Vereinsgaststätte des MFC Phönix Mannheim nur ca. 500m entfernt vom “Maxims“. Hier blieben wir 11 Jahre, bis sich im Sommer ein Pächterwechsel ergab und die Familie um Dadi Muhovic zum MFC 08 Lindenhof wechselte. Es bleibt somit nicht nur der Name des neuen Vereines fast gleich, auch beim Essen und Trinken ergaben sich kaum Veränderungen. Nur die Gegend im Mannheimer Süden, nicht weit von der Rheinpromenade und umschlossen von einer Kleingartenanlage, ist natürlich viel schöner. Ganz zu schweigen davon, dass der Schreiber dieser Zeilen nur noch knapp acht Kilometer zu fahren hat (und dies am Sonntag gleich zu einem schönen Fahrradausflug bei sommerlichen Temperaturen nutzte).

Bevor das Turnier mit 39 Teilnehmern in dem schon gewohnten Modus Main und Consolation startete, nutzte Volker Sonnabend als Vorsitzender des Deutschen Backgammon Verbandes die Gelegenheit, Rainer Witt für die letzten 15 Jahre zu danken, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass es sich beim Rhein-Neckar Cup um die älteste Turnierreihe in Deutschland mit dem gleichen Veranstalter handelt.

Unter den 39 Teilnehmer besonders zu erwähnen aus dem nahen Ausland der Schweizer Jacques Wehli aus Gommiswald, sowie Stammgast Stephane Tremet und Jean Marc Trousson aus Frankreich. Die einheimischen Spieler erwiesen sich aber wenig gastfreundlich. Ins Finale schaffte es zunächst Sebastian Reim, Schwabe aus Heidelberg mit langjähriger Backgammon- aber wenig Liveturniererfahrung, nach Siegen gegen Jacques, dem letzten Monatssieger Michael Weidner, Jürgen Kunkel (zweimaliger Deutscher Intermediatemeister) und im Halbfinale gegen Werner Frey, wo es nach einer zunächst beruhigenden 9-4 Führung noch einmal knapp wurde.

Er traf dort auf mich. Ich setzte mich im ersten Spiel gegen den Ranglistenersten Volker Sonnabend durch, danach siegte ich gegen Thomas Jeke und dann auch noch gegen den zweiten Vertreter der Familie Sonnabend, Ingrid, im DMP. Genauso knapp war es dann im Halbfinale, das Mehmet Ali Erten als Erster im Eilverfahren erreichte. Nach ebenfalls größerer Führung ging es wieder in den DMP, diesmal beim Stand von 10-10 und nach einigem Hin und Her hatte ich das glücklichere Ende. Nachdem ich im Finale Sebastian mehrmals in besserer Stellung herausdoppeln konnte, stand es schnell 8-1. Bei diesem Stand hatte ich eine brenzlige Situation zu überstehen, als Sebastian mir die 4 zeigte und einen direkten Schuss mit der 6 auf meinen letzten Blot, bei closed Board, hatte. Ich nahm an, er traf mit 4-1 nicht und ich führte vor dem Crawfordspiel fast uneinholbar mit 12-1.  Hier siegte Sebastian zwar mit Backgammon, das nächste Spiel und somit der Turniersieg gingen aber an mich. Aufgrund eines fairen Settlements waren am Ende aber bestimmt beide sehr zufrieden.

In der Consolation siegte Jürgen Schettler in einem mit eigenen Worten „dramatischen“ Match im DMP mit 9-8 gegen Josefine Bichler.

 

Sebastian Reim Finalist mit Bernd Schmidt dem Gewinner

Ergebnis des Einzelturniers:

 

Main:

 

  1. Bernd Schmidt

  2. Sebastian Reim

  3. Werner Frey und Mehmet Ali Erten

 

 

 

Zum Beginnerturnier meldeten sich 5 Teilnehmer an. Sieger beim Spiel jeder gegen jeden wurde Iradch Zekri mit 3-1 Siegen. Nach einem Stichkampf um die weiteren Plätze wurde Jürgen Feiler Zweiter vor Maurice Weidner.

 

Ergebnis Beginner:

 

  1. Iradch Zekri

  2. Jürgen Feiler

  3. Maurice Weidner

 

Abgerundet wurde der Tag mit einem leckeren Barbecue mit großer Fleischauswahl. Lediglich das Plastikbesteck hielt gelegentlich dem Widerstand der Steaks nicht stand und ging des öfteren zu Bruch.

 

Jürgen Feiler, Iradch Zekri und Maurice Weidner

Consolation:

 

  1. Jürgen Schettler

  2. Josefine Bichler

  3. Ingrid Sonnabend und Jürgen Kunkel

Weiter ging's am Sonntag mit dem schon traditionellen DavisCup Doppelturnier im Modus Consulting Double und anschließend 2 Einzeln. Optimale 16 Teams meldeten sich an, so dass es zumindest keinen längeren Wartezeiten durch Freilose und Vorrunden kam. Das Endspiel in der Main bestritten Veit Netz mit Frank Simon gegen Stephan Hartmann mit Jürgen Schettler, wobei sich Netz/Simon mit 3-0 durchsetzten. Sieger der Consolation wurden Sibille Reinhardt und Vasco Dalcol.

 

Ergebnis Davis-Cup Doppel

Main:

 

  1. Veit Netz und Frank Simon

  2. Stephan Hartmann und Jürgen Schettler

 

Consolation:

 

  1. Sibille Reinhardt und Vasco Dalcol

 

Stefan Hartmann, Veit Netz, Frank Simon und Jürgen Schettler

Auch hier wurden wir kulinarisch verwöhnt. Feli, Rainers Freundin, brachte zwei wunderbar verzierte Kuchen mit, die allen Spielern sehr mundeten. Insgesamt erlebten die Spieler ein schönes Wochenende bei traumhaften Temperaturen, einer perfekten Organisation und spannenden Spielen.

Rainer, wir freuen uns schon auf die nächsten 15 Jahre!

 

Bernd Schmidt

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